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Amazon Prime Video in der Schweiz (Ganzer Katalog 2020)

In diesem Artikel soll es darum gehen, wie man verschiedene Videostreaming-Dienste in der Schweiz verwenden kann, und zwar mit deren ganzem Katalog. Allen voran Amazon Prime Video, aber genauso sollte es möglich sein Netflix, Hulu oder auch das Programm der BBC freizuschalten. Mir geht es vor allem darum das Prime Video Angebot aus Deutschland zu benutzen, aber auch das Netflix Angebot aus den USA interessiert mich für die eine oder andere Serie.

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten dafür. Entweder man geht über einen externen Anbieter oder man baut selbst einen entsprechenden Service dafür auf. In diesem Artikel möchte ich erklären, welche Möglichkeiten es gibt und wie es mit einem externen Anbieter für 5 bis 15 Franken im Monat funktioniert. Der Preis richtet sich stark nach der Laufzeit. In meinem nächsten Artikel will ich zeigen, wie man selbst einen solchen Service aufsetzen kann.

Noch in eigener Sache: Wenn ihr noch kein Amazon Prime habt, dann könnt ihr ein kostenloses 30 Tage Probeabo über meinen Link abschliesst und Prime Video, sowie alle anderen Amazon Prime Benefits ausprobieren. Damit würdet ihr mich wirklich sehr unterstützen. Werbung wieder aus.

Wer vielleicht schon den einen oder anderen Artikel hier auf dem Blog gelesen hat, der weiss, dass es unter Umständen etwas länger werden kann. Ich erkläre auch gerne, warum ich etwas mache, was es vielleicht für Alternativen gibt und was es zu beachten gibt. 😉

Das Problem: Warum kann ich bei Amazon Prime Video nicht alle Inhalte sehen?

Das Problem ist, dass die verschieden Streaming-Anbieter ihre Inhalte für bestimmte Regionen lizenzieren und sich gegenüber den Lizenzgeber dazu verpflichten mit technischen Massnahmen dafür zu sorgen, dass Benutzer aus bestimmten Regionen auch nur die dort lizenzierten Inhalte zu Gesicht bekommen. Dies nennt sich dann Geoblocking.

Das ist natürlich für mich als Nutzer sehr ärgerlich, wenn ich z.B. die neusten Staffeln meiner Lieblings Netflix Serie aus den USA sehen möchte, diese aber in der Schweiz noch nicht verfügbar ist. Im Falle von Amazon Prime Video ist es sogar noch ein bisschen ärgerlicher, denn mein Account besteht in Deutschland wo grösstenteils die gleiche Sprache gesprochen wird, dennoch steht mir in der Schweiz nur ein Bruchteil des Programms zur Verfügung. So kann ich etwa die Star Trek Serie “Picard” in der Schweiz nicht abrufen.
Ein weiteres Problem haben sicher auch schon viele Leute festgestellt, wenn sie in den Urlaub gefahren sind (Zumindest dieses Jahr dank COVID-19 vielleicht nicht das grösste Problem). Dort gibt es dann, nämlich auf einmal auch nur noch viele Filme und Serien aus dem lokalen Angebot und in lokaler Vertonung.

Die Lösung: Umgehen des Geoblockings von Amazon Prime Video (und anderen…)

Die Lösung des Problems liegt eigentlich auf der Hand, wir müssen das Geoblocking umgehen. Um das zu tun, müssen wir den verschiedenen Diensten vorgaukeln, dass wir uns an einem anderen Ort befinden, als wir es eigentlich tun. Hier fängt es nun an interessant zu werden und wenn man etwas in die Materie eintaucht, dann ergeben sich eine ganze Reihe verschiedener Möglichkeiten, alle mit Ihren eigenen Vor- und Nachteilen. Ich werde im folgenden einmal die bekanntesten Möglichkeiten aufzeigen und danach im Detail erklären für welche Variante ich mich entschieden habe und warum.

Welche Möglichkeiten gibt es, um das Geoblocking der Streaming Anbieter zu umgehen?

Grundsätzlich gibt es hier zwei Dimensionen, die man unterscheiden sollte.
Dimension eins ist die Ownership-Frage, also wer betreibt die Lösung, die für mich auch sehr relevant ist. Hier gibt es eigentlich nur zwei Möglichkeiten:

  • Der Server für die technische Lösung wird von einem fremden Dienstleister betrieben
  • Ich betreibe die den Service selbst

Diese Frage ist für mich vor allem deshalb relevant, da der Mittelsmann zum einen meist zusätzlich Geld kostet und zum anderen ein gewisses Vertrauen vorhanden sein muss, denn er erhält ggf. auch Einsicht in die Daten, die über ihn weitergegeben werden.
Dimension zwei ist die technische, also welche technischen Massnahmen kann ich ergreifen, um einen anderen Standort vorzutäuschen. Dabei arbeiten alle technischen Lösungen im Prinzip auf dieselbe Art und Weise. Es wird immer eine Art Mittelsmann benutzt, der sich in dem Land befindet, aus dem ich die eigentlichen Inhalte beziehen möchte. Meine Anfragen werden dann über diesen Mittelsmann geleitet. Im Folgenden die drei bekanntesten Möglichkeiten:

  • Benutzen eines geeigneten VPN (Virtual Private Network) Servers
  • Benutzung eines Proxyservers
  • Benutzung eines Smart DNS-Servers

Dimension 1 – Dienstleister versus Eigener Service

Gehen wir in dieser Dimension nochmal etwas weiter ins Detail. Welche Implikationen ergeben sich aus den beiden genannten Varianten?

Variante 1 – Einen Dienstleister benutzen

Diese Variante setzt auf spezielle Dienstleister, die Geounblocking Services anbieten. Dabei setzen sie auf verschiedene technische Möglichkeiten, meist Smart DNS oder VPN. Die Anbieter betreiben dabei häufig eine Infrastruktur mit vielen verschiedenen Servern in der ganzen Welt, die man dann als Mittelsmann benutzen kann und so häufig in Sekundenschnelle so tun kann, als würde man sich irgendwo anders in der Welt befinden. Dabei kümmern sich die Anbieter auch darum, dass Ihre Services auch weiterhin funktionieren, selbst wenn Netflix oder Amazon Prime Video etwas an der Erkennung von Geounblocking ändern sollten. Darüber hinaus ist es natürlich denkbar einfach mit einem solchen Service, denn meist muss man sich lediglich registrieren, bezahlen und den Service einrichten. Dafür bieten die Anbieter häufig sehr gute Anleitungen an. Für mich gibt es hierbei eigentlich nur zwei grosse Nachteile, die aber jeder selbst abwägen muss.

Der erste ist der, dass sich die Services ihre Dienste natürlich bezahlen lassen. Das ist absolut legitim, aber eben nicht immer ganz günstig, wenn man bedenkt, dass ja auch das Prime-Video Abo von Amazon oder ein Netflix Abo schon Geld kosten. Der andere Nachteil, den ich sehe, ist der, dass bei diesen Diensten meine Daten über die jeweiligen Anbieter laufen und ich daher natürlich ein gewisses Vertrauen in die Dienste haben muss, dass sie keinen Unfug mit meinen Daten treiben.

Externer Dienstleister

Vorteile

  • Gewährleistet Funktionalität
  • Bündelt meist mehrere verschiedene Dienste zusammen
  • Bietet viele verschiedene Georegionen auf einmal an
  • Einfaches Set Up

Nachteile

  • Bei kurzen Laufzeiten vergleichsweise sehr hohe Kosten
  • Ggf. beträchtliche Datenschutzbedenken, da man dem Anbieter vertrauen muss

Vergleich von Geounblocking Anbietern für Amazon Prime Video, Netflix, etc.

Ich möchte hier keinen ausführlichen Vergleich von verschiedenen Anbietern machen, da ich sie einfach selbst nicht getestet habe. Ich bin höchstens aufgrund von anderen Angeboten mit den Diensten in Kontakt gekommen. Dennoch möchte ich einige Dienste auflisten, die eine grosse positive Resonanz bekommen haben, ohne dabei gross ins Detail zu gehen. So kriegt ihr zumindest einen ersten Überblick. Sollte hier Interesse für eine detaillierte Analyse bestehen, dann lasst es mich wissen. Auch hier erhalte ich eine kleine Provision, falls ihr über einen meiner Links einen Dienst abschliesst.

VPN Anbieter für Inhalte aus den USA (Jeweils die günstigsten Angebote)

  • NordVPN (Bei einem zwei Jahres Vertrag ca. 3.50 CHF / Monat)
  • ExpressVPN (Bei einem 15-Monate Vertrag ca. 6.00 CHF / Monat)
  • Surfshark (Bei einem 24-Monate Vertrag ca. 2.00 CHF / Monat)
  • Private Internet Access (Bei einem 24-Monate Vertrag ca. 2.10 CHF / Monat)

Smart DNS Anbieter für Inhalte aus den USA (Jeweils die günstigsten Angebote)

  • ExpressVPN (Bei einem 15-Monate Vertrag ca. 6.00 CHF / Monat)
  • Unlocator (Bei einem 12-Monate Vertrag ca. 4.50 CHF / Monat)
  • Smart DNS Proxy (Bei einem 24-Monate Vertrag ca. 2.50 CHF / Monat)

VPN Anbieter für Inhalte aus Deutschland

  • NordVPN (Bei einem zwei Jahres Vertrag ca. 3.50 CHF / Monat)
  • Surfshark (Bei einem 24-Monate Vertrag ca. 2.00 CHF / Monat)
  • PureVPN (Bei einem 24-Monate Vertrag ca. 3.00 CHF / Monat)

Smart DNS Anbieter für Inhalte aus Deutschland

  • NordVPN (Bei einem zwei Jahres Vertrag ca. 3.50 CHF / Monat)
  • Unlocator (Bei einem 12-Monate Vertrag ca. 4.50 CHF / Monat)
  • Smart DNS Proxy (Bei einem 24-Monate Vertrag ca. 2.50 CHF / Monat)

Diese Preise sind meist aber nur mit einer langen Bindung zu erreichen. Sollte man sich nur auf monatlicher Basis an den jeweiligen Anbieter binden wollen, dann sind die Preise schnell deutlich höher.
Was genau diese beiden Varianten bedeuten erkläre ich nun im folgenden.

Dimension 2 – Technische Dimension

Nun möchte ich endlich zum technischen Teil kommen, der noch einmal besonders wichtig ist, um zu verstehen, was im Hintergrund eigentlich genau passiert und welche Variante für die eigenen Ansprüche die richtige ist. Es ist vor allem wichtig, um zu verstehen, warum ich mich dazu entschieden habe keinen der spezialisierten Anbieter zu benutzen, sondern meinen eigenen Dienst zu betreiben.
Bitte beachtet, dass ich mich hier primär auf die Funktionsweise, sowie Vor- und Nachteile im Kontext des Geounblockings und der Streamingdienste fokussiere.

Wie funktioniert das Geoblocking der Videostreaming Dienste?

Fangen wir zuerst einmal damit an, wie die Dienste eigentlich feststellen, dass wir uns in Land A und nicht in Land B befinden. Dies ist wichtig, um zu verstehen, wie die verschiedenen Methoden es schaffen dem jeweiligen Anbieter einen anderen Standort vorzugaukeln.
Es gibt sicherlich ganz unterschiedliche Methoden, die verwendet werden können, aber die am häufigsten verwendete ist ganz einfach über das Abfragen unserer IP-Adresse. Wie der Name schon sagt, ist es ja quasi unsere Adresse im Internet und auch in gewisser Hinsicht geografisch. Unsere IP-Adresse beziehen wir ja alle von unserem Internet Provider und dieser kriegt seine IP-Adressen wiederum von einer Vergabeorganisation. All diese IP-Adressen sind dabei in bestimmte Blöcke aufgeteilt, die zumindest grob einen Rückschluss auf den Wohnort des jeweiligen Nutzers geben.
Stellen wir nun eine Anfrage an den Streamingdienst von uns Zuhause aus, dann wird natürlich auch immer unsere IP-Adresse mit übermittelt. Dabei kann dann zum Beispiel Amazon schnell erkennen, dass diese Adresse zu einem Nummernblock gehört, der im Raum Zürich zu verorten ist und sperrt somit sofort unseren Zugriff auf die Videobibliothek aus Deutschland.

Was ist ein Proxyserver?

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Ein Proxyserver ist nun ein Computer, der einfach physisch in dem Land verortet ist, aus dem wir die Inhalte beziehen wollen. Dieser Computer nimmt nun anstelle von dem Streaming Dienst unsere Anfragen entgegen und leitet sie dann weiter. Somit glaubt der Streamingservice die Anfragen kommen aus einem anderen Land und sperrt uns den Zugriff auf unseren Videokatalog nicht. Dadurch können wir relativ einfach über diesen Mittelsmann auf die entsprechenden Inhalte zugreifen.

Dabei gibt es nun natürlich einige Vor- und auch Nachteile. Vorteilhaft ist sicher die hohe Geschwindigkeit eines Proxyservers, da einfach alles mehr oder weniger durchgeschleust wird, keine Verschlüsselung oder anderen Dinge. Dies ist sicherlich auch eines der grössten Probleme, denn wenn ich einen solchen Proxyserver auf meinem Computer einrichten möchte, dann läuft meist der gesamte Traffic des Computers oder Browsers über den Server und da möchte ich eher nicht, dass der gesamte Internetverkehr unverschlüsselt durch das Internet geschickt wird.

Ist es dann im schlimmsten Fall auch noch ein Server eines externen Anbieters, dann muss ich diesem obendrein noch vertrauen, dass er sich nicht alle Anfragen von mir anschaut und mich damit ausspioniert.
Zudem ist das Einrichten des ganzen nicht immer ganz trivial, denn so kann man am Handy, Tablet oder Fernseher meist nicht so ganz einfach einen Proxyserver für den Internetverkehr einrichten.

Proxyserver

Vorteile

  • Ziemlich performant
  • Versteckt die IP Adresse vor allen Websites
  • Einfaches Setup, wenn vom Gerät unterstützt

Nachteile

  • Daten werden nicht verschlüsselt
  • Bei einem externen Anbieter muss grosses Vertrauen herrschen, da jeglicher Traffic dann über diesen läuft
  • Einige Geräte unterstützen keine Proxies

Was ist ein VPN Dienst?

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Ein VPN (Virtual Private Network) ist eine Möglichkeit eine 1 zu 1 Verbindung zwischen zwei Computern in einem Netzwerk herzustellen. Diese Verbindung wird mittels eines VPN-Tunnels hergestellt, in dem die gesamte Kommunikation verschlüsselt ist. Hat man einmal diesen Tunnel aufgebaut, so kann der Rechner auf der anderen Seite des Tunnels angesprochen werden, wie als stünde er im gleichen lokalen Netzwerk, wie der Rechner am Anfang des Tunnels.

Wenn wir nun unseren gesamten Traffic durch diesen VPN-Tunnel schicken, dann leitet der Computer auf der anderen Seite unsere Anfragen an die Aussenwelt weiter. Somit erscheinen unsere Anfragen, als kämen sie vom Ausgang des Tunnels und wir können ganz ähnlich, wie beim Proxy das Geoblocking der Streaminganbieter umgehen.

An einem VPN sind zwei Dinge besonders von Vorteil. Zum einen ist die komplette Kommunikation bis zum Gegenüber voll verschlüsselt, sodass erst der Computer auf der anderen Seite die Daten wieder entschlüsseln kann. Das ist bei einem Proxy nicht unbedingt gegeben. Zum anderen ist es mit einem VPN wirklich fast sicher, dass man jedes Geoblocking umgehen kann, ausser die IP-Adresse des VPN Servers ist gebannt.

Zu den grössten Nachteilen zählt aus meiner Sicht zum einen die Verschlüsselung – ja sie war auch grade ein Vorteil. In unserem Fall kann es aber auch zu einem Problem werden, wenn der gesamte Traffic verschlüsselt werden soll, denn die Verschlüsselung kostet Performance und einen Full HD oder gar 4K Video Stream zu verschlüsseln braucht schon einiges an Performance. Zusätzlich, haben VPNs das Problem, dass sie fast immer für das gesamte Gerät oder gar das ganze Netzwerk, aber nicht für ein bestimmtes Programm oder einen bestimmten Dienst eingerichtet werden. Dies geht natürlich auch, ist aber meist deutlich umständlicher. Ein weiterer Nachteil ist genau der gleiche wie bei einem Proxy, man muss dem VPN Anbieter vertrauen, dass er vernünftig mit den eigenen Daten umgeht. Denn dort kann potenziell wieder mein gesamter Traffic abgefangen werden.
Aus genau diesem Grund wäre auch ein VPN nur eine Lösung für mich, wenn ich ihn selbst betreiben würde.

VPN (Virtual Private Network)

Vorteile

  • Daten werden verschlüsselt
  • Kann quasi alles unblocken
  • Versteckt die IP Adresse vor allen Websites
  • Einfaches Setup, wenn vom Gerät unterstützt

Nachteile

  • Manche Geräte unterstützen keine VPNs
  • Kann vor allem bei hohem Datendurchsatz recht langsam werden
  • Bei einem externen Anbieter muss grosses Vertrauen herrschen, da jeglicher Traffic dann über diesen läuft

Was ist ein (Smart-)DNS Dienst?

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Zum Schluss möchte ich noch die letzte Lösung vorstellen. Bei einem SmartDNS Dienst handelt es sich eigentlich um eine Kombination aus zwei unterschiedlichen Diensten. Zum einen um einen DNS-Server und zum anderen um einen Proxy-Server. Aber fangen wir langsam an.
Als Erstes der DNS-Server. DNS steht für Domain Name System und beschreibt das System, welches im Internet genutzt wird, um aus IP-Adressen wie 172.217.18.99 dann den Domainnamen www.google.ch zu machen, so wie wir ihn kennen und nutzen. Im Prinzip ist es wie ein Telefonbuch, dass Nummern in Namen übersetzt. Wir tragen nun eine bestimmte URL bei uns in den Browser ein. Im Hintergrund wird dann die URL www.google.ch an unseren DNS-Server (Meist von unserem Provider wie Salt, Swisscom, etc. ) geschickt und dieser liefert uns dann die IP-Adresse 172.217.18.99 zurück. Mit dieser Adresse weiss unser Browser dann wohin er die Anfrage wirklich schicken muss und bekommt dann auf seine Anfrage die richtigen Inhalte geliefert.

Nun zum Proxy. Was ein Proxyserver ist habe ich ja bereits weiter oben erklärt. Das sollte also klar sein. Was nun der Unterschied zwischen dem Einsatz des Proxyservers und dem SmartDNS ist, ist aber sicher noch nicht ganz klar. Was wir tun wollen, ist im Prinzip den Proxyserver nur dann zu benutzen, wenn wir müssen und in allen anderen Fällen einfach garnichts zu tun. Im Prinzip benutzen wir den Smarten DNS-Server als schlaues Telefonbuch.

Der SmartDNS Server weiss immer genau, wenn eine URL zu einem Streaming Dienst wie Amazon Prime Video gehört und leitet dann die Anfragen anstelle des Streaming Dienstes and eine andere IP-Adresse weiter, nämlich über den dazugehörigen Proxyserver, sodass der Dienst denkt wir wären in einem anderen Land. Gehört eine URL nicht zu einem Streaming Dienst, dann passiert einfach nichts und wir bekommen die korrekte IP-Adresse der angefragten Seite und werde nicht über irgendeinen Mittelsmann geleitet.

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Im Prinzip gibt es hier ähnliche Nachteile, wie bei dem Einsatz eines Proxies, da ja auch hier meine Anfragen über einen fremden Computer laufen und ich dem Anbieter des Proxies und SmartDNS Servers vertrauen muss. Es gibt aber zwei entscheidende Vorteile. Zum einen laufen nicht alle meine Anfragen über einen Proxyserver, sondern nur diejenigen, die für das Geounblocking relevant sind. Dadurch können schonmal nicht alle meine Daten mitgeschnitten werden, natürlich nur unter der Voraussetzung, dass wirklich nur die richtigen Datenpakete vom DNS-Server umgeleitet werden. Der zweite Vorteil ist jetzt für mich der wichtigste und auch der Grund, warum ich mich dazu entschlossen habe diesen Dienst für mich selbst zu wählen. Es ist einfach unglaublich einfach den DNS-Server in quasi jedem Gerät zu ändern und ich kann es sogar fast meiner Oma am Telefon erklären. Es dauert keine Minute, wenn der Server bereits eingerichtet ist.

SmartDNS

Vorteile

  • Sehr Schnell
  • Super einfaches Set-Up
  • Funktioniert auf der grössten Anzahl an Geräten
  • Meist völlig ausreichend für das Unblocking von Streamingdiensten

Nachteile

  • Keine Verschlüsselung
  • Meist manuelle Einrichtung an jedem Gerät
  • Kaum bis keine zusätzliche Privatsphäre oder andere Vorteile

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